Akte Borussia Dortmund
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Trainerschleuder & Börsengang

Niebaum-Ära: Frank Mill, Nobby Dickel und der Pokalsieg 1989

Ab 1986 setzt Präsident Niebaum auf regionale Identität und Transfers wie Mill, Dickel und Möller — 23 Jahre nach dem letzten Titel folgt der DFB-Pokal.

Kein anderer Präsident steht bei Borussia Dortmund so sehr für Aufstieg und Fall wie der am 23. Oktober 1948 in Lünen geborene Dr. Gerd Niebaum. Er wird 1986 als Nachfolger von Dr.\n\nReinhard Rauball zum Präsidenten gewählt und gilt als Hoffnungsträger.

Dass er lokale Sponsoren ins Boot holt und den Verein nur ein Jahr nach dem Fast-Abstieg 1986 als Vierter in den Europapokal führt, ist erst der Anfang einer neuen Euphorie um Schwarz-Gelb. Die Philosophie: Mit Spielern aus der Region nach oben!\n\n1986 gelingt Borussia Dortmund etwas überraschend die Verpflichtung von Stürmerstar Frank Mill vom rheinischen Namensvetter Mönchengladbach. Gemeinsam mit dem Siegerländer Norbert „Nobby" Dickel wird er ein Sturm-Duo bilden, um das Dortmund die halbe Liga beneidet.

„Frankie" und „Nobby" schießen den BVB 1987 bis ins UEFA-Cup-Achtelfinale und 1989 zum DFB-Pokalsieg, dem ersten Titel nach 23 Jahren.\n\nDer Empfang der „Helden von Berlin" am Dortmunder Friedensplatz ist ein Stück Stadtgeschichte. Ein weiterer Transfer-Glücksgriff in den ersten Jahren von Niebaums Amtszeit ist die überraschende Verpflichtung des Frankfurter Mittelfeldjuwels Andreas Möller.

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