Für die Hater — Peinliche Katastrophen und große Niederlagen
0:12 gegen Borussia Mönchengladbach: Die größte fußballerische Peinlichkeit leistet sich Borussia Dortmund am 29.
Historische Niederlagen
Die schlimmsten Ergebnisse und dunkelsten Saisons in der BVB-Geschichte.
0:12 in Düsseldorf: Die höchste Niederlage der Bundesliga-Geschichte
Am letzten Spieltag der Saison 1977/78 zerlegt Borussia Mönchengladbach den BVB im Rheinstadion mit zwölf Toren – Trainer Rehhagel wird zu Otto Torhagel.
0:12 gegen Borussia Mönchengladbach: Die größte fußballerische Peinlichkeit leistet sich Borussia Dortmund am 29. April 1978. Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 1977/78 wird die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel im Düsseldorfer Rheinstadion von Borussia Mönchengladbach mit 0:12 abgeschossen. Es ist bis heute das höchste Ergebnis in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Coach Rehhagel (,,Otto Torhagel") muss seinen Posten räumen.
Torhüter Peter Endrulat spielt danach nie wieder für den BVB und wechselt im Sommer 1978 zu Tennis Borussia Berlin.
Saison 1999/00: Vom Titelfavoriten zum Beinahe-Absteiger
Mit Bobic, Wörns und Ikpeba startet Dortmund als Titelaspirant, taumelt unter zwei Trainerwechseln aber bis auf Platz 11 und stellt einen Pleitenrekord ein.
Saison 1999/00: Eine aberwitzige Pleiten-Saison legt das für 30 Mio. Euro aufgerüstete Star-Ensemble von Borussia Dortmund in der Saison 1999/00 hin. Unter anderem werden der Nigerianer Victor Ikpeba und die deutschen Nationalspieler Fredi Bobic und Christian Wörns verpflichtet.
Als Titel-Favorit und zwischenzeitlicher Tabellenführer entgeht Dortmund nach zwei Trainer-Wechseln nur knapp dem Abstieg! Trainer-Novize Matthias Sammer und Oldie Udo Lattek (damals 65), zuvor sieben Jahre aus dem Geschäft, müssen den taumelnden Revierklub retten. Am Ende springt noch Platz 11 raus.
Vom 18. bis zum 32. Spieltag der Pleiten-Saison 1999/00 bleibt Dortmund ohne Sieg und stellt mit sechs Niederlagen in Serie den Pleiten-Rekord aus seiner Abstiegs-Saison 1971/72 ein.
Champions League 2017/18: Zwei Punkte und deutscher Negativrekord
Unter Peter Bosz holt Dortmund in sechs Gruppenspielen gegen Real, Tottenham und APOEL Nikosia nur zwei Punkte – schlechteste deutsche CL-Bilanz.
Negativrekord in der Champions-League: In der Champions-League-Saison 2017/18 sorgt eine desolat auftretende Borussia für einen neuen deutschen Negativ-Rekord in der „Königsklasse". Mit nur zwei Punkten aus sechs Gruppenspielen gegen Real Madrid, Tottenham Hotspur und APOEL Nikosia kommt die Mannschaft von Trainer Peter Bosz noch in die Europa League, dort geht die Blamagenserie weiter. Das nun von Peter Stöger trainierte Team kommt in vier weiteren Partien nur zu einem Sieg – 3:2 gegen Atalanta Bergamo.
Abstieg 1971/72: 1:11 in München und Platz 17
Als amtierender Pokalsieger steigt der BVB ab, kassiert beim FC Bayern ein 1:11 und setzt vereinsinterne Negativmarken, die bis heute Bestand haben.
Abstieg 1971/72: Die Abstiegs-Saison 1971/72 sieht neben vielen vereinsinternen Negativmarken, die bis heute Bestand haben (u. a. mit Rang 17 schlechteste Platzierung in der Abschluss-Tabelle, wenigste erzielte Tore, wenigste Punkte, wenigste Siege), auch die erste zweistellige Niederlage von Borussia Dortmund. Am 27. November 1971 kassiert der BVB im Stadion an der Grünwalder Straße beim FC Bayern München ein 1:11 „Bomber" Gerd Müller trifft viermal. Der Ex-Pirmasenser Dieter Weinkauff verkürzt für den BVB auf 1:6.
Bittere Momente
Demuetigungen und Blamagen, die den BVB-Fans bis heute wehtun.
Klopps Abschiedssaison 2014/15: Platz 17 zur Winterpause
In Jürgen Klopps letztem Jahr legt Dortmund mit 15 Punkten die schlechteste Hinrunde der Vereinsgeschichte hin und steht zur Winterpause auf Platz 17.
Die schwache, letzte Saison unter Jürgen Klopp 2014/15 – ein Fest für Hater! Mit Platz 17 und 15 Punkten legt Dortmund die schlechteste Hinrunde aller Zeiten hin. Unter Klopp gibt es 2008/09 auch die Rekord-Zahl an Unentschieden: 14 Remis verhindern eine bessere Platzierung als Rang 6.
0:3 zur Pause gegen Paderborn: Heim-Blamage 2019
Am 22. November 2019 kassiert der BVB gegen den SC Paderborn den höchsten Pausenrückstand seiner Heimspiel-Historie in der Bundesliga.
Ein 0:3 gegen den SC Paderborn bedeutet am 22. November 2019 den höchsten Pausen-Rückstand in der BVB-Historie vor heimischer Kulisse. Zuvor kassiert Dortmund am 21. November 1987 gegen den Hamburger SV in einer Halbzeit drei Gegentore zu Hause. Zur Pause steht es aber 2:3, was auch der Endstand ist.
Ein 0:3 zur Halbzeit hat es für den BVB in einem Bundesliga-Heimspiel zuvor zuletzt am 15. April 1983 gegen Bayer Leverkusen gegeben. Wie 2019 gegen den SC Paderborn gibt es am Ende auch gegen die Bayer-Elf ein 3:3.
Derby des Jahrhunderts: 4:4 nach 4:0-Führung gegen Schalke
Am 25. November 2017 verspielt Dortmund eine 4:0-Pausenführung im Revierderby; Naldos Kopfball in der Nachspielzeit besiegelt das gefühlte Trauma.
Derby des Jahrhunderts: Ein Spiel, das sie nicht mal verloren haben, geht trotzdem als gefühlte Mega-Niederlage in die BVB-Annalen ein. Am 25. November 2017 führt der BVB im Revierderby gegen Schalke zur Pause mit 4:0 und lässt sich durch Naldos Treffer in der Nachspielzeit den Sieg doch noch entreißen, denn der Kopfball markiert das 4:4 im „Derby des Jahrhunderts" (Bild am Sonntag).
So nah und doch so fern
Titel und Träume, die dem BVB in letzter Sekunde entrissen wurden.
Saison 2007/08: Platz 13 unter Thomas Doll
Trotz Pokalfinale reicht es unter Thomas Doll nur zu Rang 13 – schlechteste BVB-Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995.
Spielzeit 2007/08: Schlechteste Saison seit der Einführung der 3-Punkte-Regelung im Jahr 1995 ist die Spielzeit 2007/08. Unter Trainer Thomas Doll erreicht Dortmund zwar das DFB-Pokalfinale, doch Platz 13 in der Bundesliga führt zur Ablösung von ,,Dolly" zum Saisonende. 28 Zähler bedeuten 1985/86 nur Platz 16 und damit den Gang in die Relegationsspiele gegen Fortuna Köln (0:2, 3:1 und 8:0 in Düsseldorf).
Meisterdrama 1992: 77 Minuten Tabellenführer in Duisburg
Am 16. Mai 1992 führt der BVB durch Chapuisat 77 Minuten lang die Tabelle an, bis Buchwalds Tor für Stuttgart die Meisterschaft kippt.
77 Minuten Deutscher Meister: Erzfeind-Schalke darf sich seit 2001 als Vier-Minuten-Meister wähnen, doch was ist das gegen das Dortmunder Finaldrama 1992? Am 16. Mai geht der BVB als einer von drei punktgleichen Titelaspiranten ins Rennen und übernimmt ab der 9. Minute durch Stephane Chapuisats Tor in Duisburg die Tabellenführung von Eintracht Frankfurt. Die behält man 77 Spielminuten, ehe Guido Buchwald dezimierte Stuttgarter in Leverkusen in Führung und letztlich zum Sieg köpft. Die deutlich bessere Tordifferenz entscheidet für die Schwaben und der BVB muss noch drei Jahre auf seine erste Bundesligameisterschaft warten.
Wembley 2013: Robbens später Treffer zerstört das CL-Finale
Am 25. Mai 2013 entscheidet Arjen Robben in der 89. Minute das deutsche Champions-League-Finale gegen den BVB – Marcel Reifs Schrei wird Kult.
„Roooobbbeeeen": „Roooobbbeeeen" – so entfährt es Sky-Reporter Marcel Reif in der 89. Minute des „deutschen" Champions-League-Finales zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund am 25. Mai 2013 im Londoner Wembley-Stadion. Der Holländer Arjen Robben stürzt den BVB mit seinem späten Treffer ins Tal der Tränen. Denn: Dortmund ist nach dem 1:1-Ausgleich von Ilkay Gündogan per Foulelfmeter am Drücker, kann aber in der kurzen Nachspielzeit nicht mehr zurückschlagen.
„Nach dem 1:1 ging mir der Arsch auf Grundeis", sagt Bayern-Keeper Manuel Neuer nach dem Spiel. Ein Jahr später schießt Arjen Robben in der Verlängerung des Pokalfinales in Berlin dem BVB die nächste Trophäe vor der Nase weg.