Alfred „Adi" Preißler (1921 – 2003): „Entscheidend iss auffem Platz" – „Grau ist alle Theorie, aber entscheidend iss auffem Platz", dieses Zitat von Alfred „Adi" Preißler, dem Grandseigneur des BVB, haben ganze Generationen von Fußballtrainern aufgegriffen. Der Kapitän der Meistermannschaft von 1956 und 1957 prägt die erste Erfolgs-Ära beim BVB. \n\nPreißler gewinnt mit dem BVB auch sechsmal die Westdeutsche Meisterschaft in der bis 1963 höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga. In 294 Spielen in der Oberliga West für Borussia Dortmund und Preußen Münster erzielt Preißler 175 Tore. \n\nDer gute „Adi" wird 1999 zum „Torjäger des Jahrhunderts" beim BVB gekürt.
Preißler und die Borussia, das ist schon lange bevor es Marketingexperten auffällt „echte Liebe". ,,Ab 1946 spielte ich für null Mark für den BVB, der bis heute meine große Liebe geblieben ist", sagt Preißler später einmal über seine einmalige Beziehung zum Revierklub. Preißler und Max „Die Spinne" Michallek landen als erste Borussen-Spieler im neu geschaffenen BVB-Wachsfigurenkabinett. Die Fans vergessen ihren „Adi" nie: Zum 100-jährigen Vereinsbestehen 2009 zeigt die große Kurven-Choreographie auf der Südtribüne Preißler mit der einhändig gestemmten Meisterschale im Mittelpunkt einer Reihe von Personen, die den BVB prägten.
Eines aber lässt Preißler bis zu seinem Tod nicht los: Nur zweimal, 1951 gegen Österreich und Irland, ist er für Deutschland aufgelaufen. Der Lauterer Spielmacher Fritz Walter steht beim „Chef" Sepp Herberger höher im Kurs als der gebürtige Duisburger. Auch der Krieg raubt Preißler wichtige Fußballerjahre.