Was heute auch gerne übersehen wird: Eine Trainerschleuder ist die westfälische Borussia aber schon lange vor dem Abstieg. Im Prinzip verliert Dortmund nach dem Abschied von Erfolgstrainer Willi „Fischken" Multhaup 1966 die Kontinuität auf der Trainerposition. Bis zum Abstieg 1972 geben sich sechs Trainer in sechs Jahren im kleinen Stadion an der Roten Erde die Klinke in die Hand.\n\nAuf der Suche nach der verlorenen Zeit versuchen sich ab 1972 insgesamt acht Coaches beim BVB.
Begrenzt Erfolg hat nur der Essener Otto Rehhagel, der 1976 die Rückkehr in die Bundesliga schafft. Nach Rehhagels Entlassung zum 30. April 1978 folgen bis zur Schicksalswende 1986 noch mal 16 (!) Trainer in acht Jahren.\n\nPromis wie Udo Lattek, Karl-Heinz Feldkamp, Erich Ribbeck, Pal Csernai oder Branko Zebec – In Dortmund darf fast jeder einmal ran! Ein Tiefpunkt ist die Saison 1983/84, als mit Uli Maslo, Helmut Witte, Heinz-Dieter Tippenhauer und Horst Franz vier Trainer die Journalisten begrüßen.
Tippenhauer wird nach nur zwei Spielen wieder auf seinen Managerposten geschoben und die Fans können im Westfalenstadion nur mühsam vom Erklettern des Gitterzauns abgehalten werden. Dem erst 34-jährigen Reinhard Saftig gelingt mit der Rettung über die Relegationsspiele 1986 die Wende.