Akte Borussia Dortmund
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Trainerschleuder & Börsengang

Nach Glasgow folgt der Absturz: Strukturwandel und Abstieg 1972

Mit dem Verkauf von Lothar Emmerich 1969 und schrumpfenden Zuschauerzahlen rutscht der Europapokalsieger in die Mittelklasse — und 1972 erstmals aus der Liga.

Nach dem guten Bundesliga-Start ist der BVB nach dem Europacup-Erfolg zunächst ein „Team der Mittelklasse": In den Jahren nach dem Triumpf gegen Liverpool und der Vizemeisterschaft gelingt es den Dortmundern nur 1967 noch einmal, im Meisterkampf mitzumischen (Platz 3). Die in die Jahre gekommenen Europacup-Helden können nicht mehr zulegen und 1969 wird mit Lothar Emmerich der überragende Torjäger nach einem weiteren Finanzengpass verkauft. media: - src: "images/akte/bvb-02.jpeg" alt: "FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund 2:6 am 26. September 1964 - Lothar Emmerich, Reinhold Wosab und Timo Konietzka jubeln" caption: "26.09.1964: FC Schalke 04 vs. Borussia Dortmund 2:6. Lothar Emmerich, Reinhold Wosab und Timo Konietzka jubeln.

Foto: Imago Images" Schon 1963 scheinen die goldenen Zeiten im „Pott" dahin zu sein: „Die Final-Saison der Oberliga West hatte symbolischen Charakter", so Baroth, „das Zechensterben hatte begonnen, Fördertürme sackten unter Sprengladungen zusammen." Auch Borussia Dortmund leidet ab dem Ende der 60-er Jahre unter diesem „Strukturwandel", wie die Politiker diese Negativspirale gerne euphemistisch bezeichnen. Die Zuschauerzahlen gehen von über 26.000 (1966/67) auf 16.000 zurück (1971/72), auch wegen des Bundesligaskandals, in den der BVB gar nicht verwickelt ist. 1972 steigt der BVB erstmals aus der Bundesliga ab – und schlägt sich, da finanziell klamm, in der Regionalliga und in der 2. Bundesliga gerade so durch.

Besonders schlimm für hartgesottene Borussen: 1974 kommt Schalke zu einem Benefizspiel…

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