Niebaum und Meier machen aus dem Verein Borussia Dortmund die BVB AG, den Konzern Borussia Dortmund, was nicht allen Traditionalisten unter den Fans und im Klub gefällt. Eine echte Opposition formiert sich aber, da geblendet von den riesigen Erfolgen der 1990-er und frühen 2000-er Jahre mit drei deutschen Meisterschaften und – die Krönung – dem Gewinn der UEFA Champions League – erst, als es fast zu spät ist. Dass Niebaum und Meier nach dem Wegmobben von Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld 1998 jegliche Bodenhaftung und Realitätssinn verlieren, bleibt lange unter dem Deckel.\n\nIn der neuen und mehrstöckigen BVB-Geschäftsstelle können sie nach Belieben schalten und walten.
Die BVB-Bosse verrennen sich in dem Bestreben, aus Borussia vollends die Lizenz zum Gelddrucken zu machen. Transfers im zweistelligen Millionenbereich, ein eigenes Trikot-Label, BVB-Reisebüro, ein „Mega Store" mit den Maßen einer Shopping Mall, eine eigene TV-Show im Deutschen Sport-Fernsehen – the sky is the limit, lautet Anfang 2000 das Motto beim neureichen Klub! Viele Fans erkennen ihren Verein nicht wieder.
Aber der Rausch hat seinen Preis…