Akte Borussia Dortmund
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Aufstieg im Westen

Bis 1930 drittklassig: BVB gegen Langendreer 04 und Sportfreunde Dortmund

Vor dem Aufstieg in die Gauliga 1936 spielt Borussia gegen Stadtteilvereine; Brauerei-Direktor Heinz Schwaben bürgt mit Privatvermögen für den Klub.

Was wenige heute wissen: Einen nennenswerten Kult um Borussia Dortmund gibt es erst weit nach der Jahrtausendwende, als „a grandios Saison gespielt" wird…Eine Entwicklung, die heute nicht mehr jedem bekannt ist. Die Anzeichen, dass sich im Fußball atmenden Ruhrgebiet nach dem verheerenden Krieg etwas ändert, deutet die Rhein-Ruhr-Zeitung in ihrer „Westdeutschen Fußball-Vorschau" am 18. Mai 1947 richtig. „Schalke – oder doch Borussia?", lautet die Schlagzeile, „sollte es stimmen, dass Borussia Dortmund in einem Endkampf eine Chance hat?" Das ungläubige Staunen der Fachwelt ist nicht unbegründet.\n\nBorussia wer?

Bis 1930 ist Borussia Dortmund drittklassig und muss sich mit Vereinen wie dem SV Langendreer 04 oder den Sportfreunden Dortmund messen. In den wirtschaftlich bewegten 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts hat der Verein erstmals große finanzielle Probleme.\n\nHeinz Schwaben, Direktor der Dortmunder Union-Brauerei, bürgt mit seinem Privatvermögen für den BVB. Unter der Führung von August Lenz, Dortmunds erstem deutschen Nationalspieler, gelingt erst 1936 der Sprung in die erstklassige „Gauliga".

Dort haftet dem BVB in der NS-Zeit der Ruf des „Mitläufers" an, denn am Abonnement-Meister FC Schalke 04 mit seinem formidablen, modernen Kurzpass-Spiel („Schalker Kreisel") kommt man nicht vorbei. Zwei Vizemeisterschaften (1938 und 1942) stehen als größte Erfolge zu Buche.

17. Nach den finanziellen Turbulenzen, in die Borussia nach der Jahrtausendwende gerät, steht der Ausgezeichnete freilich in einem etwas anderen Licht da.

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