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Geld und Groessenwahn

Riedle-Verkauf 1997: Wie der BVB seine Bilanz frisierte

Trotz Champions-League-Triumph fehlt 1997 das Geld — der überraschende Verkauf von Karl-Heinz Riedle rettet die Bilanz.

Dortmund und das Geld – Das ist immer so eine Sache! Nach dem rauschenden Triumph in der Champions League 1997 fragen sich viele Skeptiker: Wie finanzieren die das eigentlich alles? \n\nDass dem BVB angeblich die Kohle fehlt, um das Star-Ensemble weiter zu befeuern, bringt die Süddeutsche Zeitung ausgerechnet am Finaltag in der Champions League. Dr. \n\nVöllig überraschend verkauft Dortmund im Sommer 1997 den zweimaligen Final-Torschützen Karl-Heinz Riedle zum FC Liverpool.

Für 2,5 Mio. \n\nDie Folge: Borussia Dortmund kann zum Ende des Bilanzjahres wieder schwarze Zahlen vorweisen und die finanzielle Schieflage (noch) unter der Decke halten. Der Trick mit dem Riedle-Transfer wirkt zwar, doch Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld sieht klar. Er erhält im Sommer 1997 nicht mehr die gewohnt großzügigen Summen für neue Stars – und zieht sich auch wegen Reibereien mit Niebaum und Matthias Sammer enttäuscht auf den eigens für ihn geschaffenen Posten des „Sportdirektors" zurück, wo der zweimalige Meistercoach allerdings nicht viel bewegt.

Sein Können als Trainer beweist er dann ab 1998 bei den Bayern, mit denen er fünf weitere Meisterschaften holt. Sein Nachfolger Nevio Scala erreicht die Mannschaft trotz guter Deutschkenntnisse nie wirklich und Dortmund beendet die Saison nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte auf Rang 10 – und ohne die wertvollen Mehreinnahmen aus dem internationalen Fußball.

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