Akte Borussia Dortmund
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Geld und Groessenwahn

31. Oktober 2000: Der BVB geht als erster deutscher Klub an die Börse

Mit 13,5 Millionen Aktien zu je 11 Euro nimmt Dortmund 150 Millionen Euro ein — und wirft sie auf den Transfermarkt.

Börsen-Borussia: Am 31. Oktober 2000 geht Borussia Dortmund als erster deutscher Fußballverein an die Börse. Mit Hilfe der Deutschen Bank wird die Aktie zum Ausgabepreis von 11,00 Euro herausgegeben. Dieses ist auch der absolute Höchstkurs, der bis zum 31. Dezember 2019 nie wieder erreicht werden wird.\n\nDer Verein platziert 13,5 Mio.

Aktien am Markt, was einen Netto-Emissionserlös von 150 Mio. Euro bedeutet.\n\nMit diesem Geld wird Borussia Dortmund ab 2000 den Transfermarkt überschwemmen. Im Sommer 2002 liegt die Summe der Investitionen für neue Stars bereits bei mehr als 100 Mio.

Euro.\n\nEin Schritt, der in die Zeit passt. Deutschland ist im Börsen-Fieber Mit der Einführung des „Neuen Markts" als eigenem Börsensegment im Jahr 1997 soll sich auf dem Parkett alles ändern. Zusätzlich hat der Börsengang der Deutschen Telekom das Spekulieren mit Aktien zum neuen Volkssport gemacht.\n\nEs wird eine Vielzahl von Internet-, Telekommunikations- und Technologie-Emissionen geben, die von Privatanlegern umfänglich gezeichnet oder an den ersten Börsentagen gekauft werden.

Die Anleger glauben den Börsenprospekten, das Land, in dem die Investition in Aktien am wenigsten verankert ist, wird zum Zocker-Country. Die Medien stacheln die Euphorie, mit immer neuen Superlativen weiter an. Goldgräberstimmung!

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